solar moon

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artist: solar moon
title: guestbook

sternzeit 03. nach der intensiven zusammenarbeit mit dem deutschen elektronik-pionier klaus schulze sowie der veröffentlichung des ersten solar moon-longplayers „logbook 94_00“ auf schulze’s label rainhorse records anno 2000 ist für die drei solar moon-leute tom, george solar und razoof längst eine neue zeit angebrochen.

von der kölner band zum international agierenden dj- und producer-kollektiv: man hat sich individuellen projekten gewidmet (wie z.b. karma, razoof, chin chillaz, rubbasol), eigene labels gegründet (nesta recordings, subfrequency audio). geremixt, produziert, aufgelegt und genetzwerkt. von köln wien über san francisco und london wieder zurück nach köln. hat den soundtrack zu einem film über charles wilp eingespielt. resident parties in angesagten kölner locations wie stadtgarten, spirits, filmhaus oder tronic beschallt. festivalbühnen von bizarre über summer jam, kickzone, jazz fest wien und soma bis lovefield erklommen. ist auf compilations wie space night, coffeeshop, feeling good, moonray lounge, excursions – a journey into chillout oder blue bar formentera gelandet. nicht zuletzt dank diverser gemeinsamer soundsystem-konzerte an allen möglichen und unmöglichen orten. und hat zwischen den jahren immer wieder zusammen tracks gemacht.

die nun, zusammengefasst als „guestbook“ erscheinen. mit illlustren gästebucheinträgen von instrumentalisten und sängerInnen, die im laufe der letzten zeit oder schon länger im solar moon-kosmos eine rolle gespielt haben: die berliner chanteuse amé toki (bisher : 'moana') ebenso wie crooner john bull bloomfield aus jamaika, die incognito- und waldeck-vokaldiva joy malcolm aus london, die us-poetin jennifer schwed sowie natürlich klaus schulze himself mit seinen unvergleichlichen moogs auf gleich 2 tracks vom „guestbook“.

wobei der albumtitel durchaus als hommage an die soundsystem-kultur verstanden werden kann. die turntables als zentrum des ganzen, flankiert durch sampler, effekte und dubs. je nach gusto verstärkt durch diverse live-instrumentalisten und natürlich wechselnde mcs und sänger. nicht zuletzt deshalb hat das „guestbook“ von solar moon die bandbreite einer gut abgehangenen und fein ausgewählten compilation. die einen vom sofa unter die dusche über die autobahn in den club und mit dem nachtzug wieder zurück durch den regen nach hause aufs sofa mitnimmt. inklusive milchkaffee, fernsehen ohne ton und letzter zigarette.

lässiger downtempo dub, perkussive midtempo beats. ambienter tech-house, lockere breaks. world-vibes. taumeliger reggae, verstaubter jazz, nebeliger funk. köln, berlin, kingston, burma, wien, marrakesh, chicago, paris – irgendwo mitten drin ist solar moon-gebiet. zu hören auch beim solar moon remix für die legendäre worldbeat-formation die dissidenten (titel: „inshallah“ solar moon’s camel filter dub), der im frühjahr 03 auf dem dissidenten-album „a new worldbeat odyssey“ erschienen ist.

weitere solar moon-remixes für u.a. joi, klaus schulze, waldeck, trance groove und andere gehören schon länger zum guten ton. auch daran merkt man: solar moon hat einen eigenen, internationalen sound an der schnittstelle von sessel und club entwickelt, der völlig entspannt und betont individuell zwischen allen möglichen genres organisch-elektronischer musik vermittelt. und das „guestbook“ ist der aktuellste beweis... fe real.